Bericht über die Pilgerreise nach Armenien 2018

„Schaue ich hinauf zu den Bergen, woher kann ich Hilfe erwarten?“ aus
Psalm  121,  so  begann  eine  der  täglichen  Morgenandachten  von  Pastor
Fritz Rabe, der die Reiseleitung der Armenienreise Anfang Oktober hatte.

Diese Zuneigung Gottes, wie im Psalm beschrieben, durften 25 Reisende immer  wieder  erfahren.  Ob  in  Begegnungen  in  der  ökumenischen  Reisegruppe oder der Gastfreundschaft der dortigen Bewohner.

Armenien, das im Jahr 301 das Christentum als Staatsreligion ausrief, ist auch heute noch ein christlich geprägtes Land. Dies durften wir u. a. durch die  vielen  alten  Kirchen  sowie  Kreuzsteine  erfahren.  Die  Botschaft  der Kreuzsteine mit ihrem Lebensbaum sowie die wenigen Bilder in den Kirchenzeigen Christus als Sieger über den Tod. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch eines armenischen Gottesdienstes und dessen Gesänge, dieGottesverehrung  und  zwar  nicht  nur  von  alten  Menschen. Weiterhin fand  ein Gespräch  mit  einem  armenischen Priester über  die  Armenische  Kirche statt.

Eine Überraschung war der Kirchengesang eines armenischen Ensembles und die tolle Akustik der Felsenkirche. Davon beeindruckt, probierten gleich die Sänger unserer Gruppe in einer der nächsten besuchten Kirche deren Akustik und waren begeistert.

Auf unserer Busreise fuhren wir durch schöne Berglandschaften, die aber meist  sehr  karg  waren.  Das  Land  zeigt  sehr  deutlich  seine  Gegensätze.

Während die Hauptstadt Jerewan weltstädtisch daherkommt, ist das Leben auf dem Land eher ärmlich geprägt (viele verfallene Häuser und alte Technik). Die wirtschaftliche Situation zeigt sich auch in der hohen Arbeitslosigkeit. Daher verkaufen gerade ältere Menschen ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse (Obst, Gemüse) am Straßenrand, während die Jugend im Ausland  ihre  Chance  sucht.  Trotz  aller  wirtschaftlichen  und  politischen  Probleme, konnten wir die Herzenswärme der Bevölkerung spüren.

Für die sehr gute Reisebegleitung möchten wir bei Pastor Rabe, sowie dem mitreisenden Pfarrer Evers Danke sagen und ihnen Gottes Segen auf ihren weiteren Wegen wünschen. Mit einer gemeinsamen Messe in der katholischen Kirche in Jerewan haben wir Gott für alle Begegnungen und die vielen, schönen Eindrücke gedankt.

Es war eine großartige Reise in einer wunderschönen Landschaft.
Markus Dressler